• Schulhausneubau dem Bau des Bürgersaales („-zentrums“) vorzuziehen

    Antrag der CSU-Fraktion zur Gemeinderatssitzung am 01.06.2017

    die CSU Fraktion beantragt

    die Priorisierung der durchzuführenden Projekte zu ändern und den geplanten Schulhausneubau dem Bau des Bürgersaales („-zentrums“) vorzuziehen.

    Begründung:

    Aus Sicht der CSU Fraktion besteht eine weitaus größere Notwendigkeit zur Erneuerung der Waldschule, als zur Erneuerung des Bürgersaales:

     

    1. Die Waldschule wird tagtäglich zur Ausbildung unserer Kinder genutzt, die unsere Zukunft darstellen und ein Recht auf bestmögliche Ausbildungsbedingungen, insbesondere in Bezug auf die durch die Gemeinde zur Verfügung zu stellende und auch zu regulierende Infrastruktur haben. Nur so wird Rückersdorf seiner Stellung als Wohnort auch für junge Familien mit zukunftsorientierter Infrastruktur gerecht.
    2. Unter anderem hat die Evaluation und Erläuterung derselben durch Frau Doberer von der Lernlandschaft Röckingen im Juni 2016 aufgezeigt, dass moderne pädagogische Konzepte – die von der Lehrerschaft begrüßt wurden – im bisherigen Schulkörper nicht in der bisherigen Schule verwirklichbar sind. Dabei spielt es auch keine Rolle ob der Schulhauskörper ein- oder zweistöckig errichtet wird, denn auch letztere Variante lässt die Realisierung moderner Schulkonzepte problemlos umsetzen.
    3. Der Bedarf eines Schulneubaues ist lange bekannt. Wie allen Beteiligten bereits seit geraumer Zeit bewusst, ist die Waldschule in einem Zustand, der eine umfassende Renovierung bzw. einen Neubau notwendig macht. Dieses spiegelt sich u.a. auch darin wieder, dass bereits in den Jahren 2008 bis 2010 konkrete Planungen durchgeführt wurden, welche in zwei Architektenentwürfen mündeten. Dies wird bekräftigt durch die seit Jahren wiederkehrenden und steigenden Ausgaben für partielle Sanierungsmaßnahmen.
    4. Etwa zu klärende Fragen der künftigen Schulart in der Grundschule (gebundenen Ganztagsschule) behindern Planung und Errichtung des Schulhausneubaues nicht, sondern können in das Planungskonzept integriert werden.
    5. Abgerundet wird dies auch durch das offenkundige Stimmungsbild der betroffenen Elternschaft (Elternbeiräte der Schule, Elternvertreter der Kindergärten usw.), die ihre Bitte nach einer zukunftsorientierten Schulentwicklung in Rückersdorf offenkundig bereits öffentlich artikuliert haben.

    Gerade unter Berücksichtigung dieser Fakten ist der Schulhausbaus dem Neubau eines Bürgersaales, der nicht nur im Vergleich zur Waldschule nur sehr punktuell einer adäquaten Nutzung unterzogen werden kann, unbedingt vorzuziehen.

     

    Geradezu zwingend wird diese Entscheidung flankiert durch den Bericht der Staatlichen Rechnungsstelle des Landratsamtes Nürnberger Land vom 01.02.2017, in dem unter Punkt 5. Ergebnis, folgendes ausgeführt wird: „…… Aber im Hinblick auf den sich abzeichnenden deutlichen Anstieg der Verschuldung müssen die Gemeindefinanzen als angespannt bezeichnet werden. Die sich aus dem steigenden Schuldendienst ergebenden Belastungen können zu einer dauerhaften Gefährdung der finanziellen Leistungsfähigkeit führen. Da keine nennenswerten Rücklagen bestehen, werden die Spielräume für zukünftige Investitionen kleiner“. Allein unter diesem Gesichtspunkt, die finanziellen Spielräume der Gemeinde Rückersdorf für zukünftige unerwartete Investitionen zu erhalten, ist die notwendige Erneuerung der Waldschule (ein „must have“) einem gewünschten neuen Bürgersaal (ein „nice to have“) vorzuziehen.

     

    Der Antrag wird um folgende inhaltliche Schwerpunkte bei Planung und Errichtung ergänzt:

     

    • Zukunftsorientierte Neuplanung der Waldschule nach modernen und zukunftsorientierten pädagogischen Gesichtspunkten
    • Schnellstmögliche Prüfung der umzusetzenden Erfordernisse in Bezug auf Ganztagesschule, Hortintegration, usw. (ggfs. in Abstimmung mit Herrn Glenk, Schulamt)
    • Planung unter Berücksichtigung der Prüfung etwaiger multifunktionaler Ergänzungsnutzungen (Aula, Saalbau usw.) direkt oder später integrieren oder andocken zu können
    • Schnellstmögliche Prüfung von Zuschussquellen und -chancen, in Abstimmung und unter bereits im Zuge der Planung eingeschalteter zum Thema gehörenden Wissensträger (wie z.B. auch Fr. Doberer, Lernlandschaft Röckingen, u.ä.m.)
    • Schnellstmögliche Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur planerischen Gestaltung (evtl. mit der Auslobung eines Preisgeldes für den zu wählenden Vorschlag)
    • Schnellstmögliche Entwicklung eines Verkehrskonzeptes für die Abführung des fließenden Verkehrs auf Basis der auch in einem Ortstermin mit der Polizei im Herbst 2016 gewonnenen Erkenntnisse vom Steinbruchweg zur Schule und Abfluss gen Südwesten oder Südosten
    • Stopp des laufenden Bürgersaalprojekts (Planungsphase) (u.a. im Hinblick auf den Haushalt)
    • Damit einhergehend die Planung zur kostengünstigen Überarbeitung des bestehenden Bürgersaals mit den zur weiteren Nutzung zwingend erforderlichen Notwendigkeiten (Heizung, Aufzug, usw.)
    • Wiederaufnahme und Abschluss der abgebrochene Standortsichtung für einen Bürgersaalneubau, unter Berücksichtigung
    • der künftigen haushaltstechnischen Möglichkeiten,
    • der Vor- und Nachteile zu einzelnen Standorte in
    • bauplanungsrechtlicher,
    • bauordnungsrechtlicher und
    • emissionsrechtlicher Ausrichtung
    • Herbeiführung einer ergebnisoffenen Diskussion im gesamten Gemeinderat mit der Abwägung im Vergleich einer Interimslösung (Sanierung des alten Bürgersaals) sowie eines Neubaus des Bürgersaales unter Berücksichtigung der abgeschlossenen Standortsichtung

    Mit dem Haushalt 2017 wurden 150.000,00 € u.a. für die ersten Planungsleistungen des Schulhausneubaus beschlossenen. Aufgrund dessen kann die Planung entsprechend den o.a. Punkten zeitnah begonnen werden, ohne dass seitens der CSU Fraktion ein Einsparungspotential aus anderen Projekten ermittelt werden muss.

     

    Für die Mitglieder der CSU-Fraktion

    mit freundlichem Gruß

    (Johannes Ballas)                                                              

    Fraktionsvorsitzender

  • Die Maut kommt!

    Die Maut kommt! Die EU-Kommission hat ihr Verfahren gegen Deutschland eingestellt, weil nach dem Dobrindt-Modell keine Diskriminierung von ausländischen Fahrzeughaltern vorliegt.

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat die Einstellung des Verfahrens der EU-Kommission gegen die Pkw-Maut in Deutschland begrüßt. „Jetzt ist es auch aus Brüssel amtlich: Die Maut kommt“, so Dobrindt. „Ich freue mich, dass die EU-Kommission das Vertragsverletzungsverfahren eingestellt und der Maut in Deutschland grünes Licht gegeben hat.“ Er kündigte an, dass die technische Umsetzung des Vorhabens zügig vorangetrieben werde. „Damit schaffen wir Gerechtigkeit auf deutschen Straßen und setzen auf das Prinzip: Wer nutzt, der zahlt – und keiner zahlt doppelt.“

     

    http://www.csu.de/aktuell/meldungen/mai-2017/eu-verfahren-eingestellt/

  • CSU Vorsitz in Rückersdorf: Auf Weinert folgt Thron

    Nach fast 19 Jahren ging am 23.3.2017 eine Ära zu Ende: Uli Weinert, der kurz seine fast 19 Jahre Amtszeit Revue passieren ließ, gab den Staffelstab des Ortsvorsitzes an Inge Thron mit dem Hinweis, dass die CSU in 2016 wieder um 7 neue Mitglieder trotz dreier Austritte gewachsen sei, weiter. Insbesondere seine gesundheitliche Situation ließ ihn kürzer treten. Seine Nachfolgerin Inge Thron zeigt sich gleich kämpferisch: Missstände offen in der Kommune ansprechen zu dürfen, die Kommune wieder zielgerichtet voranzubringen, die CSU wieder stärker zu positionieren, werden einige der Themen sein, die sie voranbringen möchte. Zudem steht sie hinter der Fraktion der CSU, die die Vorgehensweise der kommunalen Entscheidungsfindung für die derzeit laufenden Projekte mehr als kritisch sieht. Sie übergab damit das Wort an den CSU-Kassier und Fraktionsvorsitzenden Johannes Ballas, der zunächst einen sehr soliden Parteihaushalt darstellen konnte, in welchen die Rückersdorfer Gemeinderäte konsequent einen erheblichen Teil ihrer GR-Entschädigungen einbringen. Sodann dankte er nicht nur dem scheidenden Ortsvorsitzenden Ulrich Weinert für sein Engagement herzlich, ebenso dem langjährigen Kassenprüfer Konrad Schneider für seine stets präzise Tätigkeit.

    Klarer Rechenschaftsbericht der Fraktion
    Ballas stellte ferner in seinem Rechenschaftsbericht klar, dass der Gemeinderat  leider aufgrund der bestehenden Mehrheiten weniger nach dem Bürgerwohl denn mehr nach dem Festhalten an Parteiinteressen mehrheitlich entscheidet. Gerade die Debatte um den Bürgersaal lässt konsequentes Handeln vermissen: Eine Standortsuche wurde begonnen, jedoch vorab deren endgültiger Klärung – gegen die Stimmen der CSU-Fraktion – auf den Standort in der Schlossgasse gegenüber dem Veranstaltungsort Schmidtbauernhof gesetzt. Dieser bleibt aber ebenso problematisch wie der bisherige Bau, eine abschließende Abwägung von Vor- und Nachteilen der Standorte mit Blick auf Lärmschutz, Parkraum sowie Umgebung und Kosteneffizienz wurde nie geführt. Stattdessen sind dort Baukosten von ca. 3 Millionen EUR zzgl. ca. mindestens 25% Baunebenkosten, damit annähernde 4 Mio EUR als Baukosten zu erwarten. GR Theo Pleyer fügte an, dass gerade auch deshalb die jüngste Debatte zum Feuerwehrhausumbau bezeichnend sei, in welchem sich die CSU klar und uneingeschränkt zukunftsorientiert und die Sicherheit der Bürger im Sinne habend hinter den Entwurf des Architekten stellt, hingegen insbesondere die SPD eher kleinlich den Rotstift ziehen und die Feuerwehr in den notwendigen Rückzugsbereichen beschneiden möchte. Hier scheinen die Perspektiven falsch gesetzt und das Konzept für die Ortsentwicklung nicht erkennbar. Stellv. Landrätin Cornelia Trinkl ergänzte die Veranstaltung mit einem Blick in die Aufgaben des Kreistags, mit Raunen aufgenommen wurde, dass die ganz erheblichen Mehreinnahmen von ca. 7 Mio EUR im vergangenen Jahr nicht wie beantragt zur Hälfte auf die Kommunen ausgeschüttet wurden. Verwunderlich dabei war, dass insbesondere finanzschwache (und SPD-regierte) Kommunen sich gegen diesen Antrag der Kreistags-CSU stellten.
    Wahlergebnisse
    Die von Frauenunionsvorsitzende Petra Oberhäuser souverän geleitete Wahl zum Ortsvorstand ergab:
    Ortsvorsitzende: Inge Thron, stellv. Ortsvorsitzender Peter Wiesner, Schatzmeister Johannes Ballas, Schriftführer Theo Pleyer, Kassenprüfer: Rainer Fuchs, Johannes Rocholl, Beisitzer: Richard Waade, Uli Weinert, Heinz Kurzmann, Peter Zech, Otmar Anclam, Dagmar Hess, Heidrun Kaltenhäuser, Alexander Beck, Klaus Fraass. Gewählt wurden auch die örtlichen Kreistagsdelegierten: Johannes Ballas, Heidrun Kaltenhäuser, Theo Pleyer, Ingeborg Thron, Uli Weinert, Peter Wiesner, Peter Zech.

     

  • Rückersdorf – Wo stehen wir 2016

    RÜCKERSDORF – Quo vadis Bürgersaal, Schule etc?
    Oder
    Ein Gesamtkonzept geht anders!

    => Alle Informationen: Download (PDF)

  • Rückersdorf ohne Gesamtkonzept?

    CSU OV Rückersdorf befürchtet auf Jahreshauptversammlung überflüssige Ausgaben – Werden Orts-Immobilien verramscht?

    Bürgersaal alt und neu – Schule – Schlossareal – denkmalgeschützte Scheune: Mehrere Immobilienaufgaben brennen der Gemeinde Rückersdorf auf den Nägeln. Und die aus RUW, SPD, Grüne nebst Bürgermeister Hofmann bestehende Rathausmehrheit zeigt nach Meinung der CSU umso mehr, dass sie darauf kein Gesamtkonzept in der Hand hat. Die Mehrheitsfraktionen wirken nach dem CSU-OV eher orientierungslos und beschließen Ausgaben, die zumindest verfrüht, wenn nicht sogar verfehlt erscheinen. Dieses Resümee erläuterten auf der Jahreshauptversammlung der CSU am 14.06.2016 im Schmidtbauernhof den Anwesenden die CSU Gemeinderäte Johannes Ballas und Theo Pleyer vor den knapp 30 Teilnehmern als Hauptthema des Abends.

    Bürgersaal – Quo Vadis?

    Während sich die CSU Rückersdorf hinsichtlich des Bürgersaales um ein stufenweises Abschichten der Standorte unter Abwägung der Für und Wider der jeweiligen Standorte bemüht und dabei durchaus das Kosteninteresse wie den bestmöglichen Nachbar-/Lärmschutz im Sinne hat, verfolgen nach CSU-Meinung die Mehrheitsparteien im Rathaus geschlossen nach einem Sinneswandel nicht mehr unter Abwägung von Argumenten den logischen Weg der Standortsuche. Sie präferieren die alte denkmalgeschützte Scheune in der Schlossgasse als neuen Standort des Bürgersaales und geben dafür gleich noch nicht unbeträchtliche Architektenkosten für eine bauwerkspezifische Planung aus. „Lärmschutzauflagen wie am alten Standort, Konkurrenz zu Veranstaltungen im gegenüberliegenden Schmidtbauernhof, Beschneidung der Parkplatzsituation für beide Bereiche  sind nur einige Argumente, die mehr gegen als für diesen Standort sprechen“, so GR Theo Pleyer.

    Waldschulneubau tut Not

    Dass der von der CSU präferierte Standort am Schulareal einhergehend mit einem dringend nötigen Schulhausneubau ohne Diskussion mit letztlich nicht haltbaren und vor allem nicht zur Einsicht gestellten Argumenten von BGM Hofmann aus der Diskussion gestrichen werden sollte, stößt der CSU sauer auf: „Das ist schlicht undemokratisch“, so Pleyer. Wie falsch die voreilige Präferenz auf einen Standort für Rückersdorf werden kann und wie richtig es ist, die Schule in die Überlegungen mit einzubeziehen, zeigte eine – überraschenderweise auch unter Führung der Gemeinde offenbarte – Evaluation der Geschäftsführerin Doberer der LernLandSchaft Röckingen. Diese bestätigte im Bauausschuss am 9.6.2016, dass in der bisherigen Schule moderne, kindgerechte und zukunftsorientierte  Lernkonzepte nicht mehr umsetzbar sind. Ein Neubau sei erforderlich, gleich ob auf einer oder zwei Ebenen – ergo so unisono die CSU Gemeinderäte Ballas und Pleyer: „Wenn wir in Rückersdorf für den Schulverband und die Sanierung/den Neubau der 40 Jahre alten Röthenbacher Mittelschule gut 800.000 € ausgeben, dann müssten es eigentlich unsere Kinder uns wert sein, die  heimische, gut 50 Jahre alte und teils baulich leidende Waldschule neu auszurichten. Und genau da sollte man Synergieeffekte mit dem Bürgersaal beim Bau und bei der energetischen Ausstattung der Gebäude nutzen und die umliegenden Gebäude der ev./kath. Kirchengemeinden im Konzept mit einbinden.“ Schleierhaft erscheint es dabei der Rückersdorfer CSU, warum man diese Chance für Rückersdorf liegen lassen will: „Gesamtkonzept: Fehlanzeige!“ Es gebe keine langfristige Kostenplanung, kein Konzept, wie die Gemeinderatsmehrheit nebst BGM Hofmann mit den Rückersdorfer Immobilien und Kulturgütern umgehen möchte – außer: „Man ignoriert, was ins Zentrum gehört, man wägt nicht hinreichend ab und verscherbelt das Tafelsilber – das Schlossareal. Sehenden Auges opfert man das Heimatmuseum gleich mit“.

    Gegen einen identitätsgefährdenden Verkauf des Schlosses

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    Die Rückersdorfer CSU Mitglieder waren sich darüber einig, dass ein vorschneller Verkauf des Schlossareals an einen Investor, ohne dessen Denkmal-Charakter zu wahren, zu einem Verlust des Charakters der Immobilie führen wird: Flächenoptimierung für den dortigen Wohnungsbau ist unter Wegfall der Schlosswiese (einem ehemaligen Lustgarten) zu besorgen. „Wer das in Kauf nimmt, zerstört eine seit ca. 1540 bestehende Keimzelle Rückersdorfs, er nimmt unserem Ort einen Mittelpunkt und den Kindern die Möglichkeit, Vergangenheit zu erleben. Schlimmer noch, ohne Nachzudenken, soll Kulturgut verscherbelt werden. Dabei ist noch nicht einmal geprüft, was es für förderungswürdige Nutzungsmöglichkeiten im Falle einer von der CSU präferierten sukzessiven Wiederherstellung des Areals gibt. Wer“, so schlossen Ballas und Pleyer gemeinsam, „vorschnell dieses Areal, ohne dessen Erhalt im Auge zu haben, verkauft, der nimmt der Kommune unerkanntes Potential“. Alleine den finanziellen Sektor als Argument vermeintlich nicht bewältigbarer Sanierungskosten im Auge zu haben, sei mit Sicherheit zu kurz gedacht. „Dies insbesondere dann, wenn man sich nicht einmal über Fördermöglichkeiten erkundigt hat“, werfen beide der aktuellen Mehrheit nebst BGM Hofmann vor. Dies führe nicht zu einer homogenen und bewahrenden Ortsentwicklung.

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    Rückersdorf habe in den beiden vergangenen Jahren kaum etwas neu investiert und damit die bestehenden Probleme vor sich hergeschoben, aber nicht konzeptionell angepackt. „Eine langfristige Finanzplanung fehlt, ein Förderkonzept fehlt, ein Gesamtnutzungskonzept der Immobilien ist nicht ersichtlich“, so Ballas. Dass man sich dabei innerhalb der Gemeinderatsarbeit als CSU-Fraktion auch nur ungenügend informiert wie eingebunden sieht und damit der Wille fast der Hälfte der Rückersdorfer Wähler nicht hinreichend in die Entscheidungen und deren Vorbereitung berücksichtigt sieht, bedauerten die CSU-Mitglieder einstimmig. Man war sich aber resümierend einig:

    Die CSU Rückersdorf wird weiter dafür eintreten, dass vernünftig abgewogen und logisch vorgegangen  wird, dass erst ausgelotet wird, welche Nutzung in welchem Umfang förderfähig ist, dass das Ziel der zukunftsorientierten Konservierung von Kulturgütern Vorrang vor dem schnellen Loswerden von Immobilien haben muss. Und dabei will man verhindern, dass bei einem Verkauf an einen Investor die Gemeinde nicht nur das böse Erwachen in baulicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht ereilt. Derartig negative Beispiele finden sich für Kommunen ja leider immer wieder.

  • Bürgernah und Heimatverbunden

    Bay. Heimatminister Dr. Söder auf der Rückersdorfer „Kerwa“

    Kurzfristig war es der Rückersdorfer CSU gelungen, den Bay. Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder  anlässlich seiner Rückreise aus Burghausen auf die Rückersdorfer Kerwa zu locken.

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    Mitte Dr. Söder, rechts Dr. Lehner (etwas verdeckt), links GR Ballas, davor und rechts BGM Hofmann (Rückersdorf) und BGM Locher (Sarntal)

    Dr. Söder, allgemein zusammen mit der gebürtigen Rückersdorferin und Nürnbergs Kulturreferentin Frau Prof. Dr. Julia Lehner mit viel Beifall empfangen, wies in seiner kurzen Begrüßungsansprache auf seine Liebe zu Franken und seine Verbundenheit auch zu dem Nürnberger Osten hin, zu welchem bekanntlich auch Rückersdorf zählt. Gerade auch in Franken wolle er weiterhin die Entwicklung vorantreiben, auch wenn ihn dies in Südbayern nicht immer positiv angerechnet werde. Offen gegenüber allen Bürgern, die mit ihm ein „Selfie“ machen wollten, bodenständig, humorvoll und an den lokalen Themen interessiert, so zeigte sich der sichtlich gutgelaunte  Minister an einem wunderschönen lauen Sommerabend, an der er auch die Künste der angereisten Sarner Musik- und Trachtengruppe bewunderte. Letztere, ob des hohen Besuches überrascht, konnten gar nicht genug Fotos von und mit ihm bekommen. Dr. Söders Fazit war, gerne wiederzukommen – viele Pluspunkte hatte er aber ohnehin schon hinterlassen.

  • Ortsverband Rückersdorf besucht Dresden

    Pünktlich um 6 Uhr starteten am Donnerstag, den 26.05.2016, 45 wackere und gut gelaunte Reiseteilnehmer, darunter der Ortsvorsitzende Ulrich Weinert sowie Altbürgermeister Peter Wiesner mit ihren Frauen, vom Großparkplatz aus zu der vom CSU-Ortsverband Rückersdorf organisierten Fahrt in das „Elbflorenz“ nach Dresden.

    Die Fahrt führte über die A 9 und A 72 in das Vogtland. Dort wurde auf einem Rastplatz eine Frühstückspause mit Kaffee, Nußzopf und Würstchen eingelegt. So gestärkt ging es weiter, vorbei an Zwickau und Chemnitz und über die A 4 zur ersten Station der viertägigen Tour: der Bastei.

    Die Bastei ist eine Felsformation, die Teil einer ehemaligen Felsenburg war, die Mitte des 14. Jahrhunderts von böhmischen Rittern angelegt wurde. Sie ist das bedeutendste und auch das älteste Ausflugsziel in der vorderen Sächsischen Schweiz und, wie man aufgrund des Besucherstroms unschwer feststellen konnte, zählt sie zu den meist besuchten Touristenattraktionen in diesem Raum.

    Nach zweistündiger Besichtigung und Erkundung der wildromantischen steilaufragenden Felsen brachte der Bus die Teilnehmer nach Schloß Pillnitz. Das ehemalige Rittergut wurde von August dem Starken, König von Polen und Kurfürst von Sachsen im barocken Stil um- und ausgebaut. Es besteht im Wesentlichen aus drei Gebäudeteilen: aus dem an der Elbe liegenden Wasserpalais, dem zum Hang hin gegenüberliegenden Bergpalais und dem diese an der Ostseite verbindenden Neuen Palais. Beeindruckt zeigten sich die Reiseteilnehmer nicht nur von dem von den Gebäuden eingeschlossenen barocken Lustgarten, sondern auch von dem umliegenden herrlichen Schloßpark. Daneben ist Schloß Pillnitz aber auch ein hervorragendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. So vermitteln die Dächer und Gesimse der Gebäude einen chinesischen Eindruck.

    Danach begab man sich an der dortigen Schiffsanlegestelle an Bord eines Raddampfers der sog. „Weißen Flotte“ der Sächsischen Dampfschiffahrts GmbH & Co., der die Gruppe nach Dresden schipperte.

    Am Hafen wurden die Rückersdorfer Reiseteilnehmer dann abgeholt und mit dem Bus zum Hotel „Bergwirtschaft Wilder Mann“ gebracht, das für die nächsten drei Tage ihr Quartier sein sollte. Leider trübte die Bewirtung im Hotel den ansonsten tadellosen Eindruck etwas.

    Am zweiten Tag stand eine Stippvisite in den Spreewald auf dem Programm. Der Spreewald ein ausgedehntes Niederungsgebiet und eine historische Kulturlandschaft im Südosten des Bundeslandes Brandenburg umfaßt eine Gesamtfläche von 3.173 km2. Hauptmerkmal des Gebietes ist die natürliche Flußlaufverzweigung der Spree, die durch angelegte Kanäle noch erweitert wurde. Diese lagunenartige Flußlandschaft mit einem Netz von 970 Kilometern Fließgewässern ist als Biosphärenreservat von der Unesco geschützt. Von Lübbenau aus startete die Reisegesellschaft eine traditionelle Kahnfahrt durch das Wasserlabyrinth. Vorbei an zahlreichen Inselgehöften mit zum Teil 200 Jahre alten Häusern wurden Brauchtum und Handwerkskünste vergangener Zeiten wieder lebendig. Nach ca. 1 ½ Stunden erreichte man das Gasthaus „Wotschofska“. Nach  Mittagsimbiß und kühlen Getränken ging es gestärkt und gut gelaunt mit dem Kahn wieder zum Ausgangspunkt und anschließend mit dem Bus zurück ins Hotel, wo nach dem Abendessen bei einer Weinprobe fünf sächsische Weine in geselliger Runde verkostet wurden.

    Am Samstag widmete sich die Reisegruppe ganz der Stadt Dresden, der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Zunächst diente eine Stadtrundfahrt dazu, sich einen groben Überblick über die verschiedenen, zum Teil exklusiven Stadtviertel zu verschaffen. In dem folgenden zweistündigen Stadtrundgang erkundeten die Teilnehmer unter fachkundiger Führung die Altstadt. Diese ist international berühmt für ihre in großen Teilen rekonstruierte und durch verschiedene Epochen geprägte Bauwerke. Beginnend am Theaterplatz mit Semperoper und Sempergalerie führte der Weg weiter zum Zwinger. Er ist neben der Frauenkirche das bekannteste Baudenkmal Dresdens. Seine reich verzierten Pavillons und die von Balustraden, Figuren und Vasen gesäumten Galerien zeugen von der Prachtentfaltung während der Regentschaft des Kurfürsten August des Starken. Weitere Stationen waren das Taschenbergpalais, das Residenzschloß, der Fürstenzug und zum Abschluß die Frauenkirche. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Pulverturm stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Einige Mitreisende nutzten die Gelegenheit zu einem abendlichen Besuch der Vorstellung „La Traviata“ in der Semperoper.

    Am Sonntag hieß es dann die Koffer packen und die Rückreise antreten. Vorher galt es aber noch zwei Programmpunkte zu absolvieren. Erstes Ziel war Meißen. Dort wurden die Schauwerkstätten und das Museum der Staatlichen Porzellanmanufaktur besichtigt. Zum Produktionsprogramm der Manufaktur gehören sowohl zeitgenössische Figuren, Gefäße und Geschirre, aber immer auch noch klassische Modelle sowie Geschirre mit Aufglasdekoren und klassischem wie neugestaltetem Zwiebelmuster.  In den Schauwerkstätten waren die Teilnehmer beeindruckt vom handwerklichen und künstlerischen Können bzw. Geschick der Mitarbeiter, da jeder einzelne Schritt der Herstellung in Handarbeit erfolgt. Es gibt keinerlei maschinelle Fertigung. Diese äußerst aufwendige Produktion findet sich im Preis der einzelnen Objekte wieder. Im Museum werden Meißner Porzellane von 1710 bis in die Gegenwart chronologisch geordnet gezeigt, um die gestalterische Entwicklung der verschiedenen Epochen zu verdeutlichen.

    Nach dem Mittagessen in Weinböhla stand als letztes die Besichtigung von Schloß Moritzburg an. Das ehemalige Jagd- und Lustschloß erhebt sich auf einer künstlichen Insel. Der barocke Vierflügelbau ruht auf einem podestartigen Sockelgeschoß und acht ehemalige Wachhäuschen sind auf der Insel rund um das Schloß gruppiert. Vervollständigt wird das Ganze durch die sich nördlich anschließende Gartenanlage.

    Danach erfolgte dann der Aufbruch nach Rückersdorf, wo die Reisegesellschaft gegen 20.30 Uhr wieder zu Hause eintraf. Alle Reiseteilnehmer waren sich einig: Man konnte auf eine vom Wetter bestens unterstützte, schöne und gelungene Fahrt zurückblicken, an die sich alle gerne erinnern werden.

  • CSU Rückersdorf ehrt Heidrun Kaltenhäuser

    Über 20 Jahre 2.Bürgermeisterin der Gemeinde Rückersdorf (1990 bis 2014), 32 Jahre Gemeinderätin (1984 bis 2016) und CSU-Mitglied, unermüdlichen Einsatz für die Bürger des Ortes bringen, immer am Puls derselben fühlen und für alle ein offenes Ohr zeigen: Dafür stand und steht Heidrun Kaltenhäuser.
    Eine beeindruckende kommunalpolitische Bilanz, vor der man nur den Hut ziehen kann, so referierte Johannes Ballas in Vertretung des erkrankten Ortsvorsitzenden Ulrich Weinert anlässlich der CSU Jahreshauptversammlung 2016 am 14.06.2016. Und dass sie auch kein Blatt vor den Mund nahm, durfte die Führungsspitze der Gemeinde Rückersdorf anlässlich ihrer Verabschiedung am 9.5.2016 erfahren. So schrieb sie diesen ins Stammbuch: “Es gibt nun 3 Bürgermeister, die es leider nicht schaffen, die Veranstaltung der Vereine des Ortes lückenlos mit Besuchen abzudecken“. Diese Äußerung wirft einen Blick auf ihr Pflichtbewusstsein als Gemeindevertreterin, die auch in schweren Zeiten nach dem Tode Ihres Mannes als 2 Bürgermeisterin sowohl während der monatelangen Erkrankungen von Ex-BGM Werner Pleyer im Jahre 2005 und Ex-Bürgermeister Peter Wiesner in 2013/4 nicht nur die Amtsgeschäfte alleine führen musste, sondern auch noch alle Veranstaltungen der Gemeindeinstitutionen getreu Ihrem Motto wahrnahm: „Man muss Menschen mögen !“.
    Als Dank für Ihren unermüdlichen jahrelangen Einsatz überreichte Ihr J. Ballas eine Gutschein für eine entspannte Wochenendreise in eine Musicalstadt Ihrer Wahl verbunden mit der Hoffnung, dass sie nunmehr mehr Zeit für Muße und Entspannung findet sowie ihre neugewonnene Freizeit lohnend nutzen kann. Als Schlusswort fügte Heidrun Kaltenhäuser an, den Bürgern des Ortes auch weiterhin verbunden bleiben zu wollen. Sie mag eben Menschen.

  • CSU gratuliert ALTBÜRGERMEISTER Peter Wiesner

    Der „Titelträger“ bleibt der Gemeindearbeit weiter verbunden

    In der Gemeinderatssitzung vom 31.07.2014 haben sich die Gemeinderäte einstimmig für die Ernennung Peter Wiesners zum Altbürgermeister ausgesprochen.

    CSU Ortsvorsitzender Ulrich Weinert und CSU Fraktionsvorsitzender Johannes Ballas besuchten Peter Wiesner auf dessen heimischen „Ruhesitz“ um ihm die Glückwünsche sowie einen guten Tropfen von der CSU Rückersdorf zu überbringen.

    Die offizielle Urkundenübergabe fand am 04.09.2014, auf Wunsch des neuen Altbürgermeisters im kleinen Kreis, mit seinen ehemaligen engsten Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, der Gemeindewerke und des Bauhofes statt. Dieser Wunsch nach einem überschaubaren Rahmen unterstreicht wieder einmal, dass der frühere erste Bürgermeister nicht seine Person, sondern immer und zu allen Anlässen die Belange der Gemeinde in den Vordergrund gestellt hat. Das Aufsehen um seine Person hielt er in der Vergangenheit und hält er in der Gegenwart immer noch für unnötig, ja geradezu für peinlich.

    Die Ernennung Peter Wiesners zum Altbürgermeister fällt in eine Zeit, in welcher die Fertigstellungen einiger wichtiger Großprojekte innerhalb der Gemeinde gefeiert werden, die durch die Initiative des ehemaligen Bürgermeisters geplant, projektiert und durchgeführt wurden. An erster Stelle ist die Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters auf der Ludwigshöhe zu nennen, mit dessen Bau die Wasserversorgung der Gemeinde für die kommenden Jahrzehnte sichergestellt sein sollte.

    Nicht weniger bedeutend ist die Einweihung der Sternschnuppenkinderkrippe, ebenfalls auf der Ludwigshöhe. Gegen viele Widerstände hat Peter Wiesner auch dieses Projekt im letzten Jahr seiner Amtszeit, nach der Planung und der Vergabe, in der Ausführung begleitet. Ergänzend hierzu muss auch noch einmal erwähnt werden, dass Peter Wiesner mit seinen vorausschauenden Planungen u.a. auch für die überaus reichhaltige Anzahl und die vielen Varianten der Kindergarten- und Kinderkrippenplätze, die in Rückersdorf zur Verfügung stehen, verantwortlich zeichnete.

    Die Aufzählung der umfangreichen Projekte könnte noch seitenweise fortgeführt werden, doch die Verdienste von Peter Wiesner sind in Rückersdorf und über seine Grenzen hinaus allseits bekannt. Nicht nur für den CSU Ortsverband, sondern für die weitere Entwicklung Rückersdorfs ist es daher auch nicht unbedeutend, dass Peter Wiesner dem CSU Ortsvorstand erhalten bleibt. Er wird u.a. in den nächsten Monaten und „so Gott will“ Jahren dem Entwicklungs – und Planungsteam der CSU zu den Themen Bürgersaal, Waldschule und Schlossareal angehören.

    Johannes Ballas
    CSU Fraktionsvorsitzender